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Bericht über die Generalversammlung 2020

Hauptthemen: Der Neuntöter und die Rägehalde

Diese zwei Themen waren wohl die wichtigsten an der 12. GV des NAR. Präsident Herbert Kalt begrüsste im Saal der «Linde», Kleindöttingen, rund 30 Anwesende, darunter zwei Neumitglieder sowie drei Gäste. Lebhaft wurde diskutiert – ein gutes Zeichen für einen lebendigen Verein. 

Als Leuggermer konnte Herbert Kalt die Sanierung des Kirchenturms der St. Peter und Paul-Kirche von Leuggern verfolgen, wo seit vielen Jahren Dohlen mit ihren Jungen leben. Bedingt durch den Umbau wurden die Dohlenkästen an der Verkleidung des Turms während der Bauphase montiert. 2020 können sie in ihre alten Kästen am Turm zurückkehren – hoffentlich mit Erfolg.

Der Neuntöter – Vogel des Jahres

Werner Portmann stellte diesen Insektenfresser mit dem etwas abschreckenden Namen vor. Die Erklärung: Der Neuntöter legt Vorräte an, indem er seine Beutetiere auf Dornbüschen aufspiesst – manchmal sind es vielleicht tatsächlich neun. Als Heckenbewohner ist der Neuntöter akut bedroht: Sein natürlicher Lebensraum - offene Landschaften mit vielen Hecken - ist durch die intensive Landnutzung sehr eingeschränkt worden. Der Vogel des Jahres 2020 ist Botschafter für die Verbesserung der Ökologischen Infrastruktur. Es ist ein Alarmzeichen, dass sich der Bestand des Neuntöters in den letzten 30 Jahren halbiert hat. 

2019 – ein an Aktivitäten reiches Jahr

Den Jahresbericht 2019 erhielten alle Mitglieder des NAR schriftlich zugestellt – es war wiederum ein  Jahr voller spannender Exkursionen mit Vorträgen und Aktivitäten wie zur Repetition von Vogelstimmen, einer Eulen- und Fledermausexkursion u. ä. Höhepunkt war die Einweihung des Naturzentrums Klingnauer Stausee, an dem der NAR die Festbeiz führte, möglich durch den aktiven Einsatz der vielen Mitglieder. Präsident Herbert Kalt sprach allen Beteiligten seinen besonderen Dank aus. Viele Mitglieder sind ausserdem jedes Jahr aktiv beim Vogel-Monitoring, Nistkastenbetreuung, Biotopeinsätzen und vielem mehr. – Die folgenden statuarischen Geschäfte wie Rechnung, Budget und Wahlen wurden schlank abgewickelt, dank der guten Vorarbeit seitens des Vorstandes. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder stellen sich für die nächsten zwei Jahre wieder zur Verfügung.

Die Rägehalde – in Zukunft eine Deponie?

Unter dem Traktandum 9 stellte Eva Kuhn, ehemaliges Vorstandsmitglied des NAR, die geplante «Deponie Rägehalde» vor. Sachlich stellte sie dar, was dort von der «MB Umwelt AG» für die nächsten 30 – 35 Jahre geplant ist: Die Rägehalde, eine Talmulde südlich vom Strick gelegen, soll im Ausmass von 25 ha während dieser Zeit aufgefüllt werden durch Abbaumaterial Typus B, also Bauschutt aus Abbruchhäusern oder von Strassen. 12 der 14 Landeigentümer haben bereits einen entsprechenden Vertrag unterschrieben und sich bereit erklärt, ihr Land zur Verfügung zu stellen - gegen eine jährliche Entschädigung und unentgeltlichen Landersatz. Auch die Gemeinde Leuggern würde von Einnahmen in Millionenhöhe profitieren. – Im zweiten Teil legte die Referentin dar, welche Gründe gegen diese Deponie sprechen: Es ist eine Landschaft von kantonaler Bedeutung, ein Naherholungsgebiet geht verloren, die umliegenden Gemeinden werden jahrzehntelang unter dem Schwerverkehr, verbunden mit Staub und Lärm, leiden. Aus diesem Grund haben sich einige Bürgerinnen und Bürger zur Interessengemeinschaft «Deponie Rägehalde Nein» zusammengeschlossen.

 

 

Ein engagiertes Votum für die Natur

Trotz bereits vorgerückter Stunde engagierten sich die anwesenden Mitglieder in einer lebhaften Diskussion zum Traktandum 9. Wie ist die Stellung des NAR zu diesem Vorhaben, welcher sich intensiv für den Erhalt und die Förderung der wertvollen Lebensräume zwischen Aare und Rhein einsetzt? Soll er Stellung beziehen? Verschiedenste Argumente wurden vorgebracht, aber alle mit dem Fazit: Der NAR ist ein Verein, der an erster Stelle für den Schutz von Natur und Umwelt eintritt. In der Schlussabstimmung, durchgeführt vom Präsidenten, gab es ein einstimmiges Ergebnis: Der NAR tritt der IG Deponie Rägehalde Nein als unterstützende Organisation bei. – Es wurde noch lange weiter lebhaft diskutiert und gern die offerierte Pizza genossen.