Benutzeranmeldung

CAPTCHA

Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

6 + 5 =
Bitte diese einfache mathematische Aufgabe lösen und das Ergebnis eingeben. Zum Beispiel, für die Aufgabe 1+3 eine 4 eingeben.
Claudia bei ihrem Vortrag
Luc bedankt sich bei Hans Wenger
Intressierte Mitglieder

Bericht über die Generalversammlung 2011

Hindernisreicher Anfang, erfolgreiche Bilanz, spannende Aussichten aufs Jahr 2011 und ein spannender Vortrag zu Brutvögeln am Klingnauer Stausee: Die diesjährige GV des NAR war wiederum ein erfolgreicher Anlass.

Die diesjährige Generalversammlung des NAR vom 18.02.2011 begann mit einem Hindernislauf: Sehr kurzfristig wurde der NAR trotz mehrmonatiger vorhergehender Reservation vom Restaurant Picone ausgeladen. Zum Glück fand man geeignete Räumlichkeiten im Restaurant Engel, herzlichen Dank an den Wirt und sein Personal. Dann tauchten technische Probleme auf, die jedoch dank des flexiblen Einsatzes von Paul Abt behoben werden konnten.

Zahlreiche Projekte im 2010

Rund 30 Mitglieder interessierten sich für die Belange des NAR und fanden sich im Restaurant ein. Mit Bildern und Texten veranschaulichte Präsident Luc Van Loon den Rückblick ins Jahr 2010 und die diversen Projekte des NAR. Projekt Turmfalken und Dohlen: 14 neue Nistkästen wurden aufgehängt und einige erfolgreiche Bruten konnten gezählt werden. Projekt Dohlen: Die Projektleiter Claudia Müller und Sascha van den Berg beringten 15 Nestlinge. Für 2011 ist geplant, neue Nester zu plazieren. Projekt Kiesgrube Härdle: Die 2009 gepflanzten Wildrosen entwickelten sich gut, und dank regelmässiger Pflege durch die NAR-Mitglieder gingen die Neophyten wesentlich zurück. Projekt Mehrschwalben: Die Nester an der Landi in Böttstein erwiesen sich als nicht ideal. Zwar wurden sie ca. zur Hälfte als Bruthilfen angenommen, was aber zu hygienischen Problemen führte. An der Problemlösung wird gearbeitet. Projekt Obstgarten Eien: Es wurde ein Konzept zur Obstverwertung mit Pflegeplan erstellt, Umsetzung im Jahr 2011. Projekt Klingnauer Stausee: Es war ein intensives Jahr der Arbeitsgruppe Klingnauer Stausee. Zum Jubiläumsjahr wurden vier Exkursionen sowie das Jubiläumsfest durchgeführt. Eine Studie, verfasst von Dr. Claudia Müller, erfasste die heutige Situation der Avifauna und definierte die zukünftigen Entwicklungsziele. Öffentlichkeitsarbeit: Diese wurde intensiv gepflegt mit monatlichen Beiträgen zum Stausee und zahlreichen Berichten zu Exkursionen und Anlässen. Als Erfolg wurde auch der Auftritt anlässlich des Winzerfestes in Döttingen verbucht.

www.aare-rhein.ch

So heisst die neue Website des NAR, die ab sofort aufgeschaltet ist. Sie besticht durch viele wunderbare Fotos und einen klaren, harmonischen Aufbau. Das Layout entspricht dem des Flyers vom Verein, der vor einem guten Jahr erstellt wurde. Auf der Website des NAR sind allgemeine Informationen zum Verein und zur Mitgliedschaft zu finden. Die Eingangsseite informiert über die aktuellen Neuigkeiten und Anlässe, unter Projekte erfährt man den Stand der verschiedenen Projekte. Flyer und Website wurden von fischerdesign in Würenlingen erstellt.

Spechte, Fledermäuse und Co.

Sie und andere Lebewesen sind zu hören und zu sehen an den Exkursionen 2011. Das Jahresprogramm beginnt mit einem Morgenspaziergang zu den Spechten auf dem Achenberg am Sonntag, 27.02., 09.00 Uhr ab Parkplatz Achenberg. Am 06. Mai gibt es eine Abendexkursion „Frühblüher“ ins Gippinger Grien und 25.06. einen Familienanlass: „Leben am Bach“. Im Juli geht es zu den Fledermäusen nach Wil AG. Die Pilzführung vom 18.09. schliesst das Exkursionsprogramm ab. Im November ist zudem ein Vortrag zur Wasseramsel geplant. Natürlich finden auch wieder die jährlichen Arbeitseinsätze in der Kiesgrube und am Winzermarkt statt. Alle Mitglieder werden jeweils rechtzeitig informiert, und für weitere Interessenten ist eine Ankündigung in der Presse zu finden.

Brutvogelkartierung am Klingnauer Stausee

Nach den üblichen Geschäften einer GV hielt Claudia Müller einen Kurzvortrag zu den Brutvögeln am Stausee. Deren Bestandsaufnahme soll Aufschluss darüber geben, welche Eingriffe nötig sind, um wichtige und bedrohte Vogelarten auch in Zukunft als Brutvögel am Stausee zu halten. Eine solche Kartierung ist echte Knochenarbeit, muss man doch per Boot zu den Schilfhalbinseln fahren. Sechsmal beging Claudia Müller die Halbinseln per Boot, viermal ab Tagesanbruch, zweimal am Abend. Hinzu kamen Beobachtungen vom Damm aus. Die Vögel wurden wahrgenommen durch Sicht, ihren Ruf und ihren Gesang. – Auf den ersten Eindruck beeindruckte Claudia Müller die Präsenz des Bibers – überall gab es Nagespuren, Dämme und Kanäle, waren die „Warnrufe“ des Bibers zu hören – ein starkes Schlagen mit dem Schwanz. Für den Auenwald und als Lebensraum ist das sehr positiv, erlebt er dadurch eine ständige Verjüngung und Veränderung.

45 Brutvogelarten vorhanden

Dieser beachtliche Bestand ist typisch für den Auenwald und seine Feuchtgebiete. Daneben ist dieser Lebensraum aber auch für viele Vögel aus dem Siedlungsraum beliebt. Als typische Auenwaldbewohner wurden unter vielen anderen zwei Grauschnäpper gefunden, die ihre Reviere durch den Gesang abgrenzen. Auch der Grauspecht liebt den Auenwald, da er auf Altholz angewiesen ist. Claudia Müller fand den Kuckuck, sowohl Männchen wie Weibchen, den Pirol, Stare als typische Höhlenbrüter und den prächtigen Eisvogel, der sehr heimlich ist mit seiner Brut. Auch der Zaunkönig ist regelmässig vertreten, neben dem häufigen Zilpzalp. Erfreulich ist, dass auch der sehr ähnlich aussehende Fitis in den Auen des Klingnauer Stausees brütet, der an anderen Orten der Schweiz stark abgenommen hat. Ganz erfreulich ist der Bestand des Rohrschwirls, der viel häufiger vorkommt als vermutet. Auch er grenzt sein Gebiet durch den Gesang ab und ist überall zu hören.- Neben den Auenwaldbewohnern bevorzugen aber auch zahlreiche Wasserbewohner wie Bläss- und Teichhuhn, Stockente, Haubentaucher und Zwergtaucher u. a. die zwei Halbinseln mit Auenwald als Brutgebiete. Insgesamt kann eine positive Bilanz über den Bestand an Brutvögeln gezogen werden. Wie es weiter geht mit dem Stausee, werden andere Gremien entscheiden. – Ein reichhaltiger Imbiss, offeriert vom NAR, rundete die interessante GV ab.